Fietje Schlau – Kerbholz

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Fietje sitzt auf dem Sofa und wartet auf Frau Schneck. Er hat ein kleines Holz auf dem Schoß. Was hat er nun wieder ausgeheckt?

„Wo bleibst du denn, Frau Schneck? Wir beiden machen wieder ein Geschäft!“ Frau Schneck stöhnt, geht zum Kühlschrank und zählt ihre Babybels nach.

 

 

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„Dieses Mal erkläre ich Dir, was auf dem Kerbholz heißt,“ freut er sich. „Dafür bekomme ich fünf Babybels!“

“Fietje, Wissen sollte Allgemeingut sein!“ „Papperlapapp! In deinem Fall nicht, ich muss schließlich für meinen Unterhalt sorgen. Alle anderen bekommen das Wissen von mir geschenkt!“

 

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„Als man noch kein Papier hatte, hat man die Schulden auf ein Holz geritzt. Das war dann das KERB-Holz! Verstanden, Frau Schneck?“ Frau Schneck nickt brav. „Das Holz wurde gespalten, siehst du?“ Fietje guckt in Richtung Frau Schneck, ob sie auch das verstanden hat. „Dann wurde das Holz gespalten. Und jeder bekam eine Hälfte!“

 

 

 

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“Wenn die beiden Holzhälften zusammen passten, der Schuldner zahlte, dann wurde das Holz  vernichtet! Jetzt bekomme ich fünf Babybels!“ strahlt der kleine Mäuserich. Frau Schneck schnauft. „Aber da steht doch gar nicht mein Name drauf und wofür ich fünf Babybels zahlen soll!“ „Papperlapapp! Fünf Babybels!“

Fietje Schlau – die Bank

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Fietje ist ein sehr belesener Mäuserich und sammelt alles Mögliche und Unmögliche an Wissen in seinem kleinen Köpfchen. Dieses Wissen purzelt in seinem Köpfchen wild durcheinander und Mitten in einem Gespräch mit Frau Schneck kommt ohne Zusammenhang die Frage: „Weißt Du eigentlich…?“

 

 

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Gestern als die beiden überlegten, was es zu essen geben könnte, stellte Fietje zwischen Süßkartoffeln und rote Beete die Frage: „Weißt Du wo das Wort „Bank“ herkommt?“ Frau Schneck schaut irritiert hoch. Sie denkt natürlich sofort an eine gemütliche Sitzbank. Fietje schüttelt den Kopf und schnaubt: „DIE Bank, Menschentaler….!“ Ah, jetzt weiß auch Frau Schneck wovon der kleine Mäuserich redet, denn die Fragen kommen immer so spontan.

 

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Und eigentlich sind es keine Fragen, sondern Fietje möchte nur sein Wissen los werden. „Und zwar kommt es aus dem Lo… [wildes Genuschel]!“ „Bitte was?“ fragt Frau Schneck nach. „Ach so was ähnliches wie italienisch. Jedenfalls hieß das Wort „Banco“.. Gemeint war der Tisch, hinter dem der Geldwechsler stand und vor dem der Schuldner stand. Über den Tisch wurde Geld und Schuldschein geschoben! Und irgendwann war es die Bank!“ erklärt er

 

 

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„Bitte, Frau Schneck, du musst hier unterschreiben!“ Frau Schneck runzelt die Stirn., aber sie macht es.

„Über den Tisch wurde Geld und Schuldschein geschoben! Und irgendwann war es die Bank!“ erklärt er.

 

 

 

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„Sag mal Fietje,“ wundert sich Frau Schneck. „Wieso bekommst du von mir eigentlich fünf Käse und was bekomme ich?“

“Papperlapapp!“ kommentiert Fietje Frau Schnecks Einwand. „Ich bekomme jetzt fünf Käse“ „Vergiss es,“ kommt es. Dann: „Na gut!

 

 

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Und Fietje schiebt ihr einen Käse rüber. „Aber ich esse doch keinen Käse!“ „Darum geht es nicht! Es geht ums Prinzip der Bank! Und jetzt her mit den fünf Käse!“

 

 

 

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„Fietje, das ist Wucher!“ schimpft Frau Schneck. „Frau Schneck, ich bin für Süßkartoffeln!“ und damit hat er fünf Käse und das letzte Wort.

 

Fietje ist sauer

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Seit Tagen nun schon schaut Fietje Frau Schneck nicht mehr an. Er zeigt ihr die kalte Schulter. Er ist beleidigt. Nix lockt ihn aus der Reserve. Frau Schneck ist ratlos, sie hat etwas angestellt, aber sie weiß nicht, was den kleinen Mäuserich so erzürnt.

 

 

 

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Unverhofft kann sie ein Telefongespräch zwischen Fietje und seinen Freunden belauschen.

 

 

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Still lauschen die Drei an ihrem Kummertelefon dem Freund.

 

 

 

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„Frau Schneck mag mich nicht mehr!“ beginnt der kleine Mäuserich und schon bricht Frau Schneck das Herz. „Sie hat sich einen Rucksack gekauft. Seit wir ohne Herrn Schneck leben müssen, hat sie keinen Tagesrucksack mehr. Als wir in Teneriffa waren, hat sie beschlossen, dass sie endlich einen benötigt. Und jetzt fährt sie bald nach Barcelona und nimmt mich nicht mit!“ jammert Fietje!

Frau Schneck ist sprachlos! Wie kommt er denn darauf? Sie ohne Fietje? Nein!

 

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„Sie hat nur darauf geachtet, dass es ein bequemer Mädchenrucksack ist mit so einem Schnick-Schnack drauf. Blumen!“ kreischt er empört!

 

 

 

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„Ich habe gestern mal probiert, da rein zu kommen!“ Fietje berichtet von seinen tollkühnen Versuchen und Stürzen ein Plätzchen zu finden.

 

 

 

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„Eingeklemmt würde ich vielleicht mit viel gutem Willen noch ins Hauptfach passen!“ erklärt er verstimmt.

 

 

 

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„Dann besitzt sie jetzt auch einen Bauchgurt von dem sie mir berichtet hat, dass er super sei. Da passt ein Buch, ihr Handy, ein Keks, ein paar Taler rein! Von mir ist da nicht die Rede!“

Herzzerreißend schnieft Fietje am Telefon.

Oh je, denkt Frau Schneck, da muss ich mir was einfallen lassen. Aber was?

 

 

 

Fietje auf Teneriffa

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…gestern hatte Fietje die Mitfahrgelegenheit von Titania genutzt um nach dem langen Teneriffa-Urlaub seine Freunde zu besuchen.

Als Gastgeschenk hatte er seinen Freunden Lutscher mitgebracht. Doch die Jungs lauschten Fietjes Erzählungen so gebannt, dass sie gar nicht daran dachten zwischendurch zu schleckern.

 

 

 

 

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Nein, was Fietje alles erlebt hat, die Jungs waren mächtig beeindruckt.

 

 

 

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Fietje war schließlich fast auf dem Teide. „wegen höchst gefährlichem Wetter, Schneetreiben, Glatteis, Regen, Sturm…,“ schneidet der kleine Mäuserich etwas auf, „war die Seilbahn gesperrt und wir kamen nicht weiter. Ich wäre ja zu Fuß weiter. Aber Frau Schneck…. , nun, sie ist schon älter! Muß man Rücksicht drauf nehmen und sie war so Serpentinen-Krank!“

 

 

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Fietjes Urlaubsbericht dauerte bis tief in die Nacht und er fand immer wieder etwas zum Erzählen!

 

 

 

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„Jow! Zum Museum von Thor Heyerdahl hätte ich noch einiges beitragen können! Man, schade, dass wir uns nicht kennnen gelernt haben. Er hätte noch viel von meiner Seefahrerfamilie über Schiffe, Meeresströmungen und WInde erfahren können. Immerhin komme ich aus einer großen Seefahrerfamilie!“ brüstet sich der kleine Mäuserich.

 

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Die vier reden reden und reden ….

 

 

 

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Am anderen Morgen lässt er sich früh von Titania wecken.

 

 

 
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Gut, dass er sich für den Shuttle-Service von Titania entschieden hatte und nicht mit dem Rad unterwegs war. Über Nacht hatte es geschneit und es stürmte ganz schön. Todesmutig half Fietje das Auto vom Schnee zu befreien.

 

 

 

 

Ganz ausführlich berichtet Fietje auf Facebook unter Elvira Schneck!

Bescherung

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Fietje war lange mit Frau Schneck über Weihnachten und Silvester im Urlaub und es war ihm wichtig, dass er in dieser Zeit bei ihr ist. Allerdings hatte er seine Freunde nicht mehr sehen können und er hat doch noch Weihnachtsgeschenke für die drei. Aber der kleine Mäuserich ist schlau und beabsichtigt sie am 6. Januar zu besuchen. Spanische Weihnachten sozusagen, aber letztendlich ist es bei den derzeitigen Temperaturen nicht abwegig.

 

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Fietje schwingt sich auf sein rosa „Elch“Rad und los geht es! Als die drei die Tür öffnen versucht Fietje zu brummen: „Tief aus dem Walde komm ich her…

 

 

 

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Die drei Jungs schauen verdutzt, aber doch erst mal respektvoll, als den ersten Worten des vermeintlichen Weihnachtsmannes bereits ein Glucksen folgt.

 

 

 

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Dingelstedt  kneift Neumann. „Sei bloß nicht wieder so ehrlich, wenn der Nikolaus fragt, ob wir brav waren! Sonst gibt es wie letztes Jahr wieder nichts!“ flüstert von Dingelstedt.

 

 

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Neumann kratzt sich am Kopf: „Aber das ist doch Fietjes Fahrrad! Der ist nicht echt!“

Da fängt Fietje auch schon lauthals an zu kichern! „Kommt, wir gehen zu Nordmann, bei mir wurden Weihnachtsgeschenke für Euch abgegeben!“

 

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„Da hast Du aber Glück,“ brummt Nordmann. „Dass ich noch da bin! Nächste Woche werden die Weihnachtsbäume von der Müllabfuhr abgeholt. Da sehe ich zu, dass ich mich in den Norden verabschiede, da weiß man uns noch zu schätzen!“ Nordmann wirft sich in Positur damit Fietjes Geschenke unter seinen Zweigen prächtig zur Geltung kommen. Für jeden der Jungs steht dort ein Säckchen mit seinem Buchstaben drauf.

 

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Ein R für Rilke, ein N für Neumann und ein D für von Dingelstedt.

 

 

 

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Hoppla, drei Teetässchen? Und das bei den Jungs…, die sind doch Härteres gewohnt!

 

 

 

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Fietje gluckst und holt eine Pulle Rum aus seinem Fahrradkörbchen! „Nee!“ grinst er. „Icg war doch mit Frau Schneck auf Borkum und da gab es lecker Schnäpschen in den Teetässchen! Getarnt sozusagen, wie ein Pharisäer!“

 

 

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„Stopp!“ ruft von Dingelstedt. „Wir hätten da etwas!“ Und entschwebt im Richtung seines speziellen Schrankes. Die Freunde hören ihn nuscheln… „wo bist du denn, wir mussten dich doch verstecken vor Titania und Oberon….!….Ahhh!“

 

 

 

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„Endlich!“ ruft Herr Flasche und springt aus dem Schrank. „Unser selbst angesetzter Teeschnaps!“ ruft von Dingelstedt begeistert.

 

 

 

 

 

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Und sofort wird die erste Runde gereicht….

 

 

 

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„Das ist cool!“ finden die Jungs und sind schon am Glucksen. „Jetzt können wir jeden Nachmittag Teestunde machen und Titania und Oberon merken nichts!“ „Sag mal Fietje, wann fährst du wieder nach Borkum?“ möchte Rilke wissen. „deine passende Teekanne wäre gut, dann könnten wir uns immer noch ein zweites Tässchen genehmigen!“ Die Jungs prusten….

42 Minuten im blau gelben Einkaufshaus

 

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Herr Schneck sitzt nun seit 22 Monate und 3 Wochen auf seiner Wolke und beschützt und hilft Frau Schneck aus dem Himmel ihren neuen Weg zu finden. Frau Schneck fügt sich langsam in ihr anderes Leben. Dieses nimmt neue Abläufe an und hier und da möchte sie jetzt etwas ändern um sich dem anzupassen. So kommt es, dass Frau Schneck in das blau gelbe Einkaufshaus fährt. Frau Schneck hat lange gegrübelt, weil Herr Schneck wäre nicht dahin. Aber ein intensives Gespräch mit Fietje lässt sie nun doch dahinfahren.

 

 

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„Frau Schneck! Du musst deine Entscheidungen für dich und dein Leben treffen lernen und nicht immer überlegen, was hätte Herr Schneck gerne! Du bist jetzt auf der Erde! Und wenn, dann überleg Dir, was hätte Fietje gerne!“ Frau ist sehr verdutzt und fügt sich sprachlos. Dort angekommen, will sie durch den Ausgang in den blau gelben Einkaufsladen. Ein Aufschrei von Fietje, der natürlich durch den Eingang möchte. „Was soll das denn?“ empört sich der kleine Mäuserich. „Ich weiß doch, was ich will und kann direkt zu den SB-Regalen!“ „Kommt nicht in Frage! Wir müssen über das Spielparadies und vielleicht sehen wir was Schönes!“

 

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„Wir brauchen bestimmt Teelichter!“ stellt Fietje zufrieden fest als Frau Schneck dann doch mit ihm durch den Haupeingang rein gegangen ist.

“Quatsch!“ kommt es von Frau Schneck, die ihren Wagen einfach weiter schiebt. „Wir sind die einzige weihnachtsfreie Zone!“ schimpft Fietje. „Wenigstens Teelichterkerzen!“ bettelt Fietje.

 

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Irgendwann gibt Frau Schneck nach und kauft eine große weiße Kerze. Fietje stöhnt. „Ein sehr weihnachtliches Low-Cost-Model!“ kommentiert Fietje Frau Schnecks Wahl. „Möchtest du vielleicht doch in die Farbe Rot investieren?“  „Die Kerze brennt noch 90 h, das schaffen wir nicht vor Weihnachten!“ erklärt Frau Schneck ihre Entscheidung. „Und außerdem brauchen wir einen Schrank für unser Bad!“ „Quatsch, wir brauchen eine Weihnachtskerze!“

 

 

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Zu Fietjes Leidwesen bleibt Frau Schneck hartnäckig und verlädt die KIsten für das Badezimmerschränkchen. Jetzt hat er kaum noch Platz im Wagen und etwas anderes auch nicht.

 

 

 

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Dann kommt Frau Schneck kurzfristig in Versuchung. Sie besteht den „Elchtest“ des blau gelben Einkaufshauses und der Elch im Vogelhäuschen bleibt dort.

 

 

 

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An der Kasse werden dann doch unnütze Dinge gekauft. Diese blauen praktischen Taschen, die Frau Schneck abhanden kommen wie anderen Socken….

 

 

 

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Dann darf sich Fietje zumindest ein Tütchen Süßigkeiten aussuchen, aber er ist maßlos enttäuscht. Er findet keine weißen Mäuse und keine Käsebonbons. „Nicht gut sortiert,“ bewertet Fietje das blau gelbe Einkaufshaus.

 

 

 

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Auf dem Weg zum Auto vergisst er schnell die fehlenden Süßigkeiten, seine Spiellust wird geweckt und weg ist er. „Frau Schneck!“ hört Frau Schneck den keinen Mäuserich. „Such mich! Du findest mich nie!“ „Dann bleibst du hier!“ ruft sie grinsend zurück, aber sucht ihn doch zu Fietjes großer Freude! Aber sie muss nur dem Kichern und Quicken nach….

 

 

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Dieses Geräusch hätte gerne auch ihr Auto machen können. Wo ist das Auto?

 

 

 

 

95E13005-AF96-4E0C-A4EC-A7F1D245E30CTrotz Fietjes Quengelei sitzen die beiden nach 42 Minuten wieder im Auto.

 

 

 

 

 

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Nachmittags freut Fietje sich mächtig. Irgendwie hat Frau Schneck es geschafft an dem neugierigen Mäuserich vorbei eine rote Kerze zu kaufen und einen kleinen Weihnachtsstern. Als dann das Strickkränzchen kommt, ist das Tischchen weihnachtlich gedeckt. Das kleine Tischchen ist zwar viel zu klein für die viel zu große Kerze, aber Fietje ist selig und das Strickkränzchen muss Fietjes weihnachtliches Geträller ertragen. Wobei Fietjes Sicht ist, sie dürfen lauschen. „Nächste Woche aber bitte ohne Weihnachten!“ hört Fietje noch ein Strickmädchen beim Hinausgehen flüstern.

Die Wendeltreppe oder die sorglose Frau Schneck

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Fietje ist seit einiger Zeit Mittelalter Fan. Kein Buch ist vor dem wissbegierigen kleinen Mäuserich sicher.  Die arme Frau Schneck darf sich den ganzen Tag Monologe über Burgen, Ritter, Drachen und dem Leben im Mittelalter anhören.

 

 

 

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Als Frau Schneck gestern ins Bett gehen möchte, sitzt Fietje im Weg. „Fietje, was sitzt du mit meinem Messerschärfer in der Wendeltreppe?“ fragt sie irritiert. „Weißt du, warum die Wendeltreppen im Uhrzeigersinn hochgehen?“ kommt die Gegenfrage. Ohne zu warten kommt die Antwort, natürlich von Fietje. „Im Bergfried haben die Menschen bei Überfällen im Mittelalter Zuflucht gesucht! Das war der letzte Rückzugsort und super einfach zu verteidigen, weil der Burgherr von oben auf der Treppe stehend seine Leute verteidigen konnte. Der Gegner wiederum konnte als Rechtshänder mit seinem Schwert von unten nicht ausholen!“ gibt er sein Wissen preis. „Und das ist kein Messerschärfer sondern mein Schwert Mäusesieg!“ Dumm wie Frau Schneck ist, kommt nur ein „Aha“ über ihre Lippen.

 

 

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Fietje ist begeistert und versucht ihr mit Mäusesieg einen „Fietje verteidigt Frau Schneck Kampf“ vorzuführen. Frau Schneck schaut sehr besorgt, man weiß ja nie, ob sich nicht Fietje verletzt oder er gar ihren Fußboden ramponiert. „Ja, und was machst du jetzt hier?“ möchte sie wissen und nimmt lieber Abstand vor den wilden Vorführungen. „Ich beschütze Dich!“ kommt es großspurig. „Wovor?“ „Einbrecher, Tunichtgute, Drachen, Zauberer, was weiß ich, was für Gefahren lauern!“ Fietje kann über so viel Sorglosigkeit nur den Kopf schütteln. Gut, dass er da ist und die Kontrolle übernimmt.

 

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Frau Schneck ist noch nicht ganz oben, da hört sie Fietjes leises Schnarchen. „Tolle Bewachung,“ murmelt sie grinsend. Am anderen Morgen findet sie Fietje immer noch schnarchend in ihr Schultertuch eingemummelt. „Guten Morgen!“ ruft sie gut gelaunt und so laut, dass Fietje aufschreckt. „Ich habe nicht geschlafen,“ empört sich der ertappte Mäuserich. „Ach, wer hat denn hier geschnarcht?“ „Ich habe nicht geschnarcht! Ich schnarche überhaupt nie!“ Fietje merkt an Frau Schnecks süffisantem Grinsen, dass sie ihm nicht recht glaubt! Aber Fietje ist bekanntlich um keine Geschichte verlegen.

 

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„Mein Schnarchen diente der Tarnung. Den Bösewicht in falscher Sicherheit zu wiegen und dann „Zack“ zuzuschlagen! Hast du heute Nacht nicht die wilden Kämpfe gehört? Mäusedreck, hast du einen tiefen Schlaf! Gut, dass ich da war!“

“Fietje, ich bilde mir ein, dass deine Nase immer länger wird!“

Die Tasche!

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Titania liebt die Taschen von Frau Beate und schleppt sie überall mit hin. Nun, Frau Beate mochte keine Taschen mehr nähen und in Folge hieß das für Titania, dass es keine Taschen mehr gibt. Aber Frau Beate wusste Rat…

 

 

 

 

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… statt einer Tasche überreichte Frau Beate Titania ein DIY-Kid!

 

 

 

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Natürlich funktionierte die Nähmaschine nicht und während Titania mit ihrem Schicksal haderte und im Internet nach Betriebsanleitungen suchte….

 

 

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…. inspizierten ihre Jungs die zur Verfügung stehenden Materialien

 

 

 

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Neugierig nährten sie sich dem Thema an.

 
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Schnell waren die Einzelteile zusammen genäht.

 

 

 

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Während Titania leise im Büro vor sich hin fluchte, untersuchten die Jungs eine von Frau Beates Taschen und überlegten, in welcher Reihenfolge man die Teile am besten zusammenfügt.

 

 

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Natürlich war es Rilke, der den Durchblick hatte.

 

 

 

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Geduldig erklärte er den beiden anderen was zu tun ist.

 

 

 

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Erst muss der Boden eingesetzt werden.

 

 

 

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Während Titania sich in ihrer Verzweiflung telefonisch mit ihrer Mutter berät, werden schon die Griffe an die Tasche genäht.

 

 

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Und als Titania immer noch nicht schlauer aus dem Büro zurück kommt, haben die Jungs ihr Werk vollbracht.

 

 

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Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie begeistert Frau Titania von ihren Jungs ist. Ihre Jungs sind ja die besten, nettesten, schlausten und geschicktesten überhaupt. Demnächst werden die Jungs ihr Nähunterricht geben, damit weitere Taschen genäht werden können.

… und die Jungs haben schon angefangen Tüten zu sammeln. Und ob da wohl ein Täschchen für Frau Schneck bei rum kommt?

 

Snoepen

 

PHOTO_20170930_124225 Alea iacta est! Die Jungs hatten gewürfelt und vD (von Dingelstedt) hatte verloren. Die Jungs hatten nämlich ein verdämmter schlechtes Gewissen und wollten sich bei Titania entschuldigen.

 

 

 

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FRau Schneck hatte wie immer aus dem Urlaub größere Mengen (39!) Tee für Titania mitgebracht. In der Einkaufstasche gab es auch eine Tüte Snoep aus Holland. „Die hat Fietje und mitgebracht,“ versichern die Jungs. Während Titania überzeugt war, dass es sich um ein Geschenk von Frau Schneck für Sie handelte. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf, dass sie Süßigkeiten durch vier zu teilen sind.

 

PHOTO_20170930_132053 Doch als Titania gestern von der Arbeit zurück kam, war die Tüte leer gefuttert. Kein einziges Snoep hatten die gefräßigen Filzis ihr übrig gelassen. Titania war traurig und die Jungs hatten – wie schon erwähnt – ein sehr schlechtes Gewissen.

 

 

PHOTO_20170930_125708 Deshalb wurde nun vD losgeschickt. Er hatte eine Art Regencape gebastelt. Doch am Feld angekommen, suchte er erstmal Schutz. So ein Mistwetter.

 

 

 

 

 

 

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Schließlich raffte er sich auf und machte sich an die Arbeit. Seine Aufgabe bestand darin für Titania Sonnenblumen zu pflücken.

 

 

 

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Voller Stolz und völlig durchnäßt, präsentierte er den Strauß.

 

 

 

 

 

 

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Währenddessen war Titania einkaufen. Manchmal hat man Glück und bekommt die niederländischen Leckereien auch in deutschen Supermärkten zu kaufen. Grimmig hatte sie die Schätze im Keller verstaut und war nicht bereit, sie mit den Jungs zu teilen.

 

 

 

 

 

PHOTO_20170930_132349Doch jetzt war natürlich alles verziehen. Die Jungs bekamen einen Teil von Titanias Beute ab und konnten am Nachmittag schon wieder „snoepen“!

Trauer braucht ihre Zeit – eine Trauergeschichte

 

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Frau Schneck ist gut gelaunt, es ist Sommer, das Wetter ist schön und in der letzten Zeit gab es viele schöne Unternehmungen.
Aber, je besser die Laune umso trauriger wird sie:
Ein wunderschöner Urlaub in Cornwall, ein schöner Abend in Schloss Benrath, ein Abend auf einem Mäuerchen sitzend, die Wärme der Sonne auf der Haut oder einfach leben zu dürfen – aber, alles ohne Herrn Schneck.

 

 

 

IMG_3678 Es sind 19 Monate ohne Herrn Schneck und es fühlt sich immer noch genauso an, findet Frau Schneck. Li-Nuri schüttelt den Kopf über so viel Ungeduld: „Trauer kann man nicht wegjagen, Frau Schneck. Sie nimmt sich ihre Zeit, da kannst Du Dich auf den Kopf stellen! Aber manche Dinge sind doch auch schon besser geworden! Was steht jetzt im Wohnzimmer?“ „Endlich ein Bild von Herrn Schneck!“ antwortet Frau Schneck sofort. „Wie hast Du Dich gegrämt, dass Du das Bild von Herrn Schneck abdecken musstest, weil Du nur in Tränen ausgebrochen bist, wenn Du es gesehen hast? Habe ich Dir nicht gesagt, irgendwann geht es?“ Frau Schneck nickt. „Siehst Du, Du kannst ruhig mal auf mich hören!“

 

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„Und die vielen schönen Erlebnisse, könnten sie Dir nicht vielleicht auch von Herrn Schneck gesendet werden?“ fragt Li-Nuri. Frau Schneck brummelt. „Aber ich bin dann immer so traurig, weil ich es so gerne mit Herrn Schneck erlebt hätte und dann wird mir bewusst, was ihm genommen worden ist!“ „Pustekuchen! Herr Schneck ist in deinem Herzen und damit dabei! Du erlebst für Euch beide! Und wer sagt Dir, dass Herr Schneck nicht auch schöne Dinge erlebt?“ „Hoffentlich,“ schnieft Frau Schneck. „Frau Schneck, Trauer tut weh, niemand will sie haben! Es gibt kein: will ich nicht! Nimm sie und lass sie bei Dir weilen, sie ist der Ausdruck deiner Liebe für Herrn Schneck!“